Bava Batra 333

Kapitel 333

א ומשוי להו זוזי מאי אמרת שית מאה איסתירי וזוזא (שית מאה זוזי וחד זוזא) יד בעל השטר על התחתונה
1 und in Zuz umgerechnet; es können daher nur entweder sechshundert Stater und ein Zuz oder sechshundert Zuz und ein Zuz zu verstehen sein, und der Inhaber der Urkunde hat die Unterhand.
ב אמר אביי האי מאן דבעי למחוי חתימות ידיה בבי דינא לא לחוי בסוף מגילתא דלמא משכח לה אחר וכתיב דמסיק ביה זוזי ותנן הוציא עליו כתב ידו שהוא חייב לו גובה מנכסים בני חורין
2 Abajje sagte: Wenn jemand seine Unterschrift bei Gericht zeigen will, so schreibe er sie nicht am Ende einer Papierrolle, weil jemand sie finden und auf diese schreiben kann, er habe von ihm Geld zu erhalten, und wir haben gelernt, wer einem seine Unterschrift vorlegt, daß er ihm [Geld] schulde, könne es von freien Gütern einfordern.
ג ההוא בזבינא דאתא לקמיה דאביי אמר ליה ניחזי לי מר חתימות ידיה דכי אתו רבנן מחוו לי מעברנא להו בלא מכסא אחוי ליה בריש מגילתא הוה קא נגיד ביה א"ל כבר קדמוך רבנן
3 Einst kam ein Steuereinnehmer zu Abajje und sprach zu ihm: Mag der Meister mir seine Unterschrift geben, damit ich, wenn Gelehrte kommen, sie ohne Wegesteuer durchlasse. Da schrieb er sie ihm auf das Kopfende einer Papierrolle. Als jener aber daran zog, sprach er zu ihm: Die Weisen sind dir bereits zuvorgekommen.
ד אמר אביי מתלת ועד עשר לא לכתוב בסוף שיטה דלמא מזייף וכתב ואי איתרמי ליה ניהדריה לדבוריה תרין תלתא זימני אי אפשר דלא מיתרמי ליה באמצע שיטה
4 Abajje sagte: [Zahlwörter] von drei bis zehn schreibe man nicht am Ende der Zeile, weil jener fälschen und zuschreiben kann; wenn dies aber vorgekommen ist, so wiederhole man den Satz zwei- oder dreimal, denn es ist nicht möglich, daß es dann nicht auf die Mitte der Zeile kommt.
ה ההוא דהוה כתיב ביה תילתא בפרדיסא אזל מחקיה לגגיה דבי"ת וכרעיה ושויה ופרדיסא אתא לקמיה דאביי אמר ליה מאי טעמא רויח ליה עלמא להאי וי"ו כפתיה ואודי
5 Einst war [in einer Urkunde] geschrieben: ein Drittel vom Weinberge; da ging jener und radierte die Kopf- und Fußlinie des Beth aus, sodaß es dann hieß: und ein Weinberg. Als er darauf vor Abajje kam, sprach er zu ihm: Weshalb hat das Vav soviel Zwischenraum? Hierauf band er ihn, und er gestand es ein.
ו ההוא דהוה כתב ביה מנת ראובן ושמעון אחי הוה להו אחא דשמיה אחי אזל כתב ביה וי'ו ושויה ואחי אתא לקמיה דאביי אמר ליה מאי טעמא דחיק ליה עלמא להאי וי"ו כולי האי כפתיה ואודי
6 Einst war [in einer Urkunde] geschrieben: die Teile von Reúben und Šimo͑n, Brüder [aḥe], und diese hatten einen Bruder, der Aḥi hieß; da ging jener und schrieb ein Vav hinzu, sodaß es dann hieß: und Aḥi. Als er darauf vor Abajje kam, sprach er zu ihm: Weshalb hat das Vav so wenig Zwischenraum? Hierauf band er ihn, und er gestand es ein.
ז ההוא שטרא דהוה חתים עליה רבא ורב אחא בר אדא אתא לקמיה דרבא אמר ליה דין חתימות ידא דידי היא מיהו קמיה דרב אחא בר אדא לא חתימי לי מעולם כפתיה ואודי א"ל בשלמא דידי זייפת אלא דרב אחא בר אדא דרתית ידיה היכי עבדת אמר אנחי ידאי אמצרא ואמרי לה קם אזרנוקא וכתב:
7 Einst waren Raba und R. Aḥa b. Ada auf einer Urkunde unterschrieben. Als [der Inhaber] vor Raba kam, sprach er: Dies ist allerdings meine Unterschrift, jedoch habe ich niemals zusammen mit R. Aḥa b. Ada unterschrieben. Hierauf band er ihn, und er gestand es ein. Da sprach er zu ihm: Allerdings konntest du meine [Unterschrift] fälschen, wie aber hast du es mit der des R. Aḥa b. Ada gemacht, dessen Hand zittert? Dieser erwiderte: Ich legte meine Hand auf eine Stegleine. Manche sagen: Er stellte sich auf einen Schlauch und schrieb.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> כותבין גט לאיש אע"פ שאין אשתו עמו והשובר לאשה אע"פ שאין בעלה עמה ובלבד שיהא מכירן והבעל נותן שכר
8 <b>M</b><small>AN SCHREIBE DEM</small> M<small>ANNE EINEN</small> S<small>CHEIDEBRIEF, AUCH WENN DIE</small> F<small>RAU NICHT DABEI IST, UND DER</small> F<small>RAU EINE QUITTUNG</small><small>, AUCH WENN DER</small> M<small>ANN NICHT DABEI IST, NUR MUSS MAN SIE KENNEN; DIE</small> G<small>EBÜHR</small><small>ZAHLE</small> <small>DER</small> M<small>ANN</small>.